Wieso es GAYSHA gibt

GAYSHA - Erklären einer Technik

Viele Schwule haben schon einmal Situationen erlebt, in denen sie auf irgendeine Art mit latenter oder offener antischwuler Gewalt konfrontiert waren. Die meisten sind damit völlig überfordert, da sie einfach nicht wissen, wie sie reagieren sollen.

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GAYSHA ist Mitglied im DKV

Sich zu schützen, sich zu wehren und zu verteidigen ist erlernbar. Genau an diesem Punkt setzt GAYSHA an. Die Erfahrung zeigt, dass jemand, der bereit und in der Lage ist, adäquat auf einen Angriff zu reagieren, sein Gegenüber allein schon durch sein sicheres Auftreten von einer aggressiven Aktion abhalten kann. Wer durch seine Ausstrahlung signalisiert: „Ich bin kein leichtes Opfer“, der wird auch nicht wie ein leichtes Opfer behandelt.

Seit 1989 trainieren Schwule bei GAYSHA gemeinsam Karate und Selbstverteidigungstechniken und sind damit ein fester Teil des schwulen Lebens in Berlin. GAYSHA versteht sich nicht nur als Sportverein oder Anti-Gewalt-Projekt, sondern GAYSHA verbindet verschiedene Motivationen miteinander: Karate, Selbstverteidigung, Fitness, Wellness, Integration und vor allem viel, viel Spaß!

 

Training

beim Training

beim Training

Der Ablauf des Trainings orientiert sich am Aufbau des traditionellen Karate und des Sportkarate. Das Üben der einzelnen Grundtechniken (Kihon), der Techniken in Kombinationen (Renzoku Waza), verschiedene Arten von Partner_innen-Übungen (Kumite), die sich von der völligen Festlegung aller Techniken bis zum Freikampf aufgliedern, und die Übung von Kata, ein Kampf gegen imaginäre Gegner mit einer festen Folge von Abwehr- und Kontertechniken.

Die Verletzungsgefahr ist bei den Kampfübungen durch ein einfaches Prinzip minimiert: Alle Tritte und Fauststöße werden grundsätzlich abgestoppt.

Ergänzt wird das Training durch Aufwärmspiele, Gymnastik, Kraft- und Konditionsübungen sowie mentales Training. Da das Repertoire an Möglichkeiten nahezu unerschöpflich ist, läuft jedes Training anders ab, und es wird nie langweilig.

Jeder Karateka erhält bei GAYSHA eine Grundausbildung, die eine individuelle Entwicklung ermöglicht. Es gibt keinen Zwang zum Wettkampf oder zur Spitzenleistung. Einzige Grundlagen sind regelmäßige Teilnahme und die Bereitschaft, in und mit einer Gruppe zu trainieren.

GAYSHA – das sind Schwule und ihre Freund_innen, die regelmäßig Karate und Selbstverteidigung trainieren.

Als schwules Anti-Gewalt-Projekt 1989 gegründet, trainieren mittlerweile über fünfzig Gayshas in verschiedenen Gruppen regelmäßig miteinander Karate.  GAYSHA ist nicht nur ein fester Bestandteil der Gay-Community Berlins, sondern auch des „offiziellen Karate“ –  GAYSHA ist Mitglied im Berliner Karate Verband e. V. und im Deutschen Karate Verband e. V. – Alle Gruppen sind immer für Neueinsteiger_innen   und Gäste mit entsprechenden Karatekenntnissen geöffnet.

GAYSHA versteht sich in erster Linie als schwule Karategruppe und ist offen für alle Interessierten unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung und Identität.

Besondere Voraussetzungen wie überdurchschnittliche Gelenkigkeit, Sportlichkeit oder Fitness sind nicht erforderlich. Bei GAYSHA können alle mitmachen, die etwas für sich und  ihren Körper tun wollen und Spaß am regelmäßigen Training in einer Gruppe haben.

GAYSHA bietet mehr als ein gewöhnlicher Sportverein:

  • Die Möglichkeit, als Schwuler mit Schwulen eine Kampfsportart zur Selbstverteidigung erlernen
  • Regelmäßig in der Gruppe Sport treiben: Den Körper umfassend trainieren und Kraft, Kondition, Konzentration und Koordination fördern.
  • Kontakte aufzubauen und gemeinsame Interessen verfolgen.
  • Und vor allem: Spaß mit anderen haben.